Kategorie: fotografie

food for the eyes. ausstellung co-berlin

Die Geschichte des Essens in der Fotografie

Essen steht für die Nahrungsaufnahme und ist schon immer eine lebensnotwendige Handlung im privaten und öffentlichen Raum. Wir essen um zu leben. Nahrung und der Akt des gemeinsamen Essens spielen für unsere Rituale, Religionen und Feste eine entscheidende Rolle. Unsere Wünsche und Fantasien spiegeln sich im Essen wider. Im gesellschaftlichen und politischen Kontext tritt das alltägliche Sujet des Essens vielfach hervor. So kann »Food Photography«, wie auch das Essen selbst, unterschiedliche Themen hervorheben. Die CO Berlin beleuchtet in ihrer aktuellen Ausstellung Food for the Eyes differenzierte Bereiche, wie Familie, Tradition, Ritual, Kultur, Wohlstand, Armut, Gender, Rasse, Lust, Ekel, Konsum und Verschwendung.

Zur abgebildeten Fotografie

»Der Tisch geht durch die Grenzwand, und die Menschen essen das Gleiche, sie trinken das gleiche Wasser und hören die gleiche Musik«, sagte JR. »Eine Minute lang haben wir alles andere vergessen, reichten uns Salz und Getränke, als gebe es keine Grenzwälle.«

Der französische Künstler JR war 2017 Gastgeber eines ausgedehnten Picknicks quer über die von Spannungen betroffene Grenze zwischen Mexiko und den USA. Auf der Oberfläche des Tisches waren die Augen eines »Träumenden« zu sehen, die eines Immigrantenkindes, das von der heiß diskutierten Einwanderungspolitik der USA betroffen war. Das Essen war ein Akt des Trotzes, bei dem die gravierenden Unterschiede zwischen zwei Nationen in einen globalen Tisch der gemeinsamen Menschlichkeit umfunktioniert werden.
Text: CO Berlin

Bis 17. September 2019 ist die Fotoausstellung in der CO-Berlin zu sehen.

negativer raum skulptur und installation
des 20./21. jahrhunderts

Exkursion ZKM Karlsruhe

Wie stark sich das Verständnis vom feststehenden Kunstobjekt hin zur freien Skulptur gewandelt hat und wie sich kulturelle, gesellschaftliche und ökologische Ereignisse wechselseitig bedingen, zeigt sehr anschaulich ein kurzer historischer Abriss der Skulpturen.

Von der Antike bis vor dem 20. Jahrhundert waren klassische Skulpturen noch stark an den Körper gebunden, schwere, voluminöse Einzelobjekte die der Schwerkraft ausgeliefert sind. Die Skulpturen standen zwar im Raum, aber erst mit der Moderne und unter dem Druck der industriellen Revolution mit Dampfschiff, Eisenbahn, Auto und Flugzeug – geprägt von Geschwindigkeit, Körperlosigkeit, Schwerelosigkeit löste sich die Körper- und Raumabhängigkeit auf. Zudem waren Fortschritte in der Naturwissenschaft und der Architektur, das Aufkommen neuer Werkstoffe, Konstruktionstechniken und der Orientierung von der zweidimensionalen Fläche der nicht-gegenständlichen Malerei in den dreidimensionalen Raum maßgeblich an einem Entwicklungssprung von der „Körperplastik“ hin zur „Raumplastik“ beteiligt.


Präsentation (Ausschnitt) im Rahmen einer Studienexkursion zum Thema Medienkunst

Ein besonders schönes Beispiel für eine frei schwebende und frei hängende Arbeit, zeigt die Künstlerin Pae White mit ihrer 2017 entstandene Netzskulptur An Allegory of Air: Too Full to say too, die wie eine frei schwebende Kugel von der Decke herabhängt. Der Blick nach oben zur Decke offenbart sich für mich wie durch ein Kaleidoskop. Durch einen Spiegel an der Decke befestigt werden die unterschiedlichen Muster und Materialien deutlich erkennbar. Zwischenräume entstehen und geben eine ganz eigene Raumillusion. Das Wechselspiel aus Position, Entfernung und Licht verändert die Wahrnehmung und zeigt eine flexible Skulpur im Raum.

Die Wahrnehmung und Bedeutung des Objekts bedingt sich durch den entstandenen „Negativen Raum“.

hufelandstraße. ausstellung co-berlin

Frau Töpfer und ihr Enkel René in Frau Töpfers Einraumwohnung, 1986. Foto: Harf Zimmermann

»Auch ich bin ein Kind der Hufelandstraße.«

Viele Jahre meines Lebens habe ich dort gewohnt, endlose Male bin ich diese Straße, beginnend vom Volkspark Friedrichshain bis zur Greifswalder Straße entlang gegangen. Die grauen Straßenzüge des Ostens sind Geschichte, auch wenn man auf Streifzügen durch Berlin noch das ein oder andere unsanierte Haus findet. Die Hufelandstraße mit ihren alten Gründerzeitbauten ist heute eine Prachtmeile mit vielen bunten Lokalen und Läden.

Straßen können Geschichten von Menschen erzählen.
Mit Hilfe der dokumentarischen Aufnahmen von Harf Zimmermann wird vom Leben und Dasein der Bewohner der einstigen Hufelandstraße erzählt.

Vom 29. April bis 2. Juni 2017 erinnert eine Fotoausstellung in der CO-Berlin, an eine längst vergangene Zeit.

Hufelandstrasse
Frau Schulz mit drei ihrer vierzehn Kinder, Weihnachten 1986. Foto: Harf Zimmermann

ausstellung. sommer in der mokkafee

Wer sich lieber in ein gemütliches Altstadt Café begibt, um dem grauen Wetter zu entfliehen, dem kann ich derzeit einen Besuch in der mokkafee wärmstens empfehlen. Hier stelle ich einige meiner gemalten Bilder und Fotos aus. Die Farbenvielfalt der italienischen Küste von Procida hat bei mir einen tiefen Eindruck hinterlassen. Ein Farbenspiel das sich auch in meiner Malerei wiederfindet. Kommt vorbei, damit der Winter zum Sommer wird!

Ein großes Dankeschön an Tom Singwitz, der mir diese Ausstellung ermöglicht hat. Noch bis Anfang nächsten Jahres könnt Ihr Euch meine Bilder und Fotos im Café mokkafee, Grünstraße 21, 12555 Berlin Köpenick ansehen.

Viel Genuss beim Augen- und Gaumenschmaus ,-)

urban nation. museum for urban contemporary art

»URBAN NATION ist ein einzigartiges Projekt, das als Netzwerk und Plattform international anerkannte Künstler und ihre Projekte mit den Stadtteilen Berlins und deren Bewohnern zusammenbringt.«

Urban Nation eröffnet Mitte 2017 das erste Museum für städtische zeitgenössische Kunst in Berlin. Das Projekt dient als Vorbild für den öffentlichen Diskurs zwischen Stadt, (Street) Art und Bewohnern. Schon jetzt ist außergewöhnliche Street Art entlang der Bülowstraße zu sehen und der Umbau des einstigen Mehrfamilienhauses ist im vollen Gange.

Wir sind gespannt!

Office
Bülowstraße 97
10783 Berlin-Schöneberg, Germany

Öffnungszeiten
Montag-Freitag 10.00-18.00

ausstellungseröffnung in der mokkafee

Auf meiner diesjährigen Reise nach Italien war ich auf der Suche nach etwas Besonderem. Gut eine Stunde von Neapel entfernt, befindet sich die kleine Insel Procida. Eindrucksvolle Farben zeigten sich entlang der Küste der »Marina Corricella«. Diesen Moment wollte ich einfangen.

Ich erkundete die Insel zu Fuß und mit meiner Kamera. Es entstanden viele Landschaftsaufnahmen, die Inspiration und Vorlage für eine Malreihe wurden. Nun ist es endlich soweit, an dem ich diese Eindrücke in Form einer kleinen Ausstellung mit Euch teilen möchte.

Die Ausstellungseröffnung findet am 23. Oktober 2016 um 14 Uhr im Café mokkafee, Grünstraße 21, 12555 Berlin Köpenick statt.

Ich freue mich auf Euch ,-)

»procida«, die unbekannte schöne

Eine kleine italienische Insel im Golf von Neapel überraschte mich mit ihrer fast surreal wirkenden Architektur und den farbenprächtigen Hausfassaden. Alles wirkte, als schienen sie aus einer anderen Zeit zu stammen. Nicht zuletzt zog mich der idyllischen Hafen und die Ursprünglichkeit des Ortes in den Bann. Wenig Tourismus und der Eindruck, die Zeit hält inne, gaben mir ein Gefühl, einen wohl unverfälschten Ort in Italien zu entdecken. Verschiedene Fotoaufnahmen sind in dieser Zeit entstanden, die als Inspiration und Vorlage für eine neue Malserie dienen.

Im Oktober 2016 veranstalte ich eine kleine Ausstellung, die sich ganz, der meist unbekannten Insel Procida widmet. Noch einen Tipp für alle Kurzreisende mit Fernweh. Es gibt das kleine Hotel La Casa sul Mare direkt am Marina Corricella, dass ich sehr empfehlen kann.